25. April 2013, Bregenz: Sinus-Milieus und Gesundheitsförderung

„Gesundheitsförderung, Lebenslagen und soziale Milieus neu verknüpft: Arbeiten mit den Sinus-Milieus in der Gesundheitsförderung“: Dies der Titel der Jahrestagung 2013 des D/A/CH-Netzwerks für Gesundheitsförderung. Das Konzept der Sinus-Milieus war bisher in der Fachwelt der Gesundheitsförderung noch wenig bekannt, anders als beispielsweise im Marketing. Da eine präzise Vorstellung von den Ziel- und Anspruchsgruppen auch für Gesundheitsförderungs-Programme und -Projekte zu den wichtigsten Qualitätskriterien gehört, lag es nahe, diese Erweiterung zu den bisherigen Zielgruppenbestimmungen im Rahmen einer Tagung zu thematisieren.

 

Das SINUS-Institut in Heidelberg (mit Partnerfirmen in Wien und Zürich) forscht und publiziert zu den SINUS-Milieus. Heide Möller-Slawinski bot das Überblicksreferat: „Sinus-Milieus in Themenfeldern des Public Health“. Geschäftsführer Manfred Tautscher berichtete von den spezifischen Milieu-Orientierungen von 14-17-Jährigen: „Wie ticken Jugendliche?“ Dass das Konzept in kirchlichen Kreisen Beachtung findet, stellte Burghard Förster an Hand der Anwendungserfahrungen der Katholischen Kirchgemeinde Luzern dar.

 

Die Mitglieder des D/A/CH-Netzwerks vertieften in drei länderübergreifenden Arbeitskreisen das Potenzial dieses Zielgruppenansatzes: Forschungsbedarf und -planung; Bildungsbedarf und Bildungsangebote zu den Sinus-Milieus; Qualitätsentwicklung in Umsetzungsprojekten. Im Schlussreferat ging Felix Wettstein (FH Nordwestschweiz, Olten) der Frage nach, ob Zielgruppengenauigkeit gleichbedeutend mit einem fortschreitenden Ökonomisierungszwang ist, dem sich auch die Gesundheitsförderung nur schwer entziehen kann.

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